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  <title type="html">SPD - Jonas Westphal</title>
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  <updated>2010-02-18T20:28:41.693</updated>
  <subtitle type="html">Jonas Westphal kommentiert die aktuelle Medien- und Netzpolitik</subtitle>
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    <title type="html">SPD-Netzpolitik Newsletter 1/2010</title>
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    <updated>2010-02-18T20:28:41.913</updated>
    <published>2010-02-18T20:28:41.693</published>
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      Sp&#228;testens seit Horst K&#246;hler gestern seine Unterschrift unter das „Zugangserschwerungsgesetz“ gesetzt hat, ist Netzpolitik wieder in aller Munde. Grund genug f&#252;r einen Newsletter: Ihr findet im Folgenden unter anderen aktuelle Informationen zur Besetzung des Gespr&#228;chskreis Netzpolitik des Parteivorstands der SPD sowie zum bundesweiten Basistreffen am 19. M&#228;rz im Bundestag in Berlin. Und, selbstverst&#228;ndlich, zum Sperrgesetz. Wenn Ihr Anregungen und Ideen f&#252;r den Newsletter habt: Lasst es mich wissen &amp;ndash; ich greife sie gerne auf.
    </content>
    <!-- &lt;h2&gt;Inhalt&lt;/h2&gt;
&lt;ol&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;#gkn&quot;&gt;Besetzung Gespr&#228;chskreis Netzpolitik&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;#basistreffen&quot;&gt;Basistreffen Netzpolitik&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;#enquete&quot;&gt;Aktuelles zur Enquete-Komission&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;#petition&quot;&gt;Petition gegen Netzsperren&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;#zugangserschwerungsgesetz&quot;&gt;Zugangserschwerungsgesetz abschaffen&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;#vorratsdatenspeicherung&quot;&gt;Vorratsdatenspeicherung&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;

&lt;a name=&quot;gkn&quot; id=&quot;gkn&quot;&gt;&lt;/a&gt;
&lt;h2&gt;Besetzung Gespr&#228;chskreis Netzpolitik&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der Parteivorstand hat auf der Klausur im Januar den Gespr&#228;chskreis Netzpolitik eingerichtet. Dieser Gespr&#228;chskreis soll die verschiedenen Initiativen zusammen f&#252;hren und netzpolitische Impulse f&#252;r die SPD setzen. Wer wird in diesem Arbeitskreis mitarbeiten? Der Arbeitskreis soll kein geschlossener Kreis sein und ist auf Eure Unterst&#252;tzung und Eure Ideen angewiesen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://spdmail.de/g&quot;&gt;Hier&lt;/a&gt; k&#246;nnt Ihr weitere Vertreter aus der Community bis einschlie&#223;lich morgen, Freitag, den 19. M&#228;rz, f&#252;r den Gespr&#228;chskreis vorschlagen. Danach soll an selbiger Stelle ein eVoting stattfinden.&lt;/p&gt;

&lt;a name=&quot;basistreffen&quot; id=&quot;basistreffen&quot;&gt;&lt;/a&gt;
&lt;h2&gt;Basistreffen Netzpolitik&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;An vielen Stellen wird derzeit im Umfeld der SPD Netzpolitik gestaltet: Hierzu haben sich etliche Initiativen, Arbeitskreise und Foren gebildet. Gelegenheit sich &#252;berregional zu vernetzen und einmal pers&#246;nlich kennen zu lernen bietet das bundesweite Basistreffen am 19. M&#228;rz von 18 bis 22 Uhr im Fraktionssaal der SPD-Bundestagsfraktion. Eva H&#246;gl, Johannes Kahrs und Lars Klingbeil laden Euch herzlich dazu in den Bundestag ein. N&#228;here Informationen findet zur Anmeldung findet Ihr in der &lt;a href=&quot;http://spdmail.de/basistreffen&quot;&gt;Einladung&lt;/a&gt; (PDF) sowie auf der zugeh&#246;rigen &lt;a href=&quot;http://spdmail.de/e&quot;&gt;Veranstaltungsseite in Facebook&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bitte beachtet: Aus organisatorischen Gr&#252;nden reicht eine Anmeldung per Facebook leider nicht aus! Auch diejenigen, die bereits &#252;ber einen Hausausweis f&#252;r den Bundestag verf&#252;gen, sollten sich zeitnah anmelden, um die Planung zu erleichtern. Inhaltliche/organisatorische R&#252;ckfragen gerne an mich.&lt;/p&gt;

&lt;a name=&quot;enquete&quot; id=&quot;enquete&quot;&gt;&lt;/a&gt;
&lt;h2&gt;Aktuelles zur Enquete-Kommission&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Koalitionsfraktionen wollen eine Enquete-Kommission &quot;Internet und digitale Gesellschaft&quot; einsetzen &amp;ndash; bei &lt;a href=&quot;http://spdmail.de/h&quot;&gt;Carta&lt;/a&gt; findet Ihr den Wortlaut des Einsetzungsantrags.&lt;/p&gt;

&lt;a name=&quot;petition&quot; id=&quot;petition&quot;&gt;&lt;/a&gt;
&lt;h2&gt;Petition gegen Netzsperren&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Am kommenden Montag, den 22. Februar, befasst sich der Petitionsausschuss des Bundestags von 13 bis 16 Uhr mit der Petition gegen Netzsperren, die 134.000 mal mitgezeichnet wurde, sowie mit einer weiteren Petition zum selben Thema. Dazu werden unter anderen die Petenten noch einmal angeh&#246;rt &amp;ndash; die sicherlich spannende Diskussion k&#246;nnt Ihr live im Web als Videostream verfolgen. N&#228;heres dazu auf der &lt;a href=&quot;http://www.bundestag.de&quot;&gt;Website des Bundestags&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;a name=&quot;zugangserschwerungsgesetz&quot; id=&quot;zugangserschwerungsgesetz&quot;&gt;&lt;/a&gt;
&lt;h2&gt;Zugangserschwerungsgesetz abschaffen&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Wie Ihr sicherlich wisst, wird das Netzsperren-Gesetz nun &amp;ndash; allen Protesten zum Trotz &amp;ndash; doch in Kraft treten. Olaf Scholz, Lars Klingbeil und Martin D&#246;rmann &lt;a href=&quot;http://spdmail.de/i&quot;&gt;fordern f&#252;r die SPD-Fraktion&lt;/a&gt; das uns&#228;gliche Gesetz nun endg&#252;ltig abzuschaffen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Debatte dazu findet im Bundestag am Donnerstag, 25.Februar 2010, ab 16 Uhr in erster Lesung statt &amp;ndash; sie wird ebenfalls per Livestream &#252;bertragen.&lt;/p&gt;

&lt;a name=&quot;vorratsdatenspeicherung&quot; id=&quot;vorratsdatenspeicherung&quot;&lt;/a&gt;
&lt;h2&gt;Vorratsdatenspeicherung&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Am Dienstag, 2. M&#228;rz 2010 um 10:00 Uhr, wird sich das Bundesverfassungsgericht mit der Verfassungsbeschwerde bez&#252;glich der Vorratsdatenspeicherung befassen &amp;ndash; weitere Informationen dazu direkt auf der Website des &lt;a href=&quot;http://spdmail.de/j&quot;&gt;BVerfG&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt; -->
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    <title type="html">Forum Netzpolitik statt SPD-Onlinebeirat reloaded – eine Replik zu Bj&#246;rn B&#246;hnings Erkl&#228;rung</title>
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    <updated>2010-01-17T22:37:22.183</updated>
    <published>2010-01-17T15:44:00</published>
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      Zun&#228;chst einmal: Es freut mich pers&#246;nlich sehr, dass die Debatte zur Netzpolitik in der SPD endlich an Fahrt gewinnt. Seit dem vergangenen August, als sich in Hamburg die Initiative Netzpolitik in der SPD formierte, hat sich viel getan und das ging f&#252;r politische Verh&#228;ltnisse erfreulich schnell. Die aktuelle Debatte um die Umsetzung meines Antrags zur Einrichtung eines Forums Netzpolitik zeigt aber &#252;berdeutlich: Wenn es um Basisbeteiligung geht fehlt unseren Parteigremien immer noch der Mut und die Entschlossenheit, die wir uns in Dresden vorgenommen haben.
    </content>
    <!-- &lt;p&gt;Was ist passiert? In Dresden wurde der &lt;a href=&quot;http://jw.is/Blog/Forum-Netzpolitik-SPD-Antrag&quot;&gt;Antrag ein Forum in Sachen Netzpolitik einzurichten&lt;/a&gt; durch den Parteitag an den Parteivorstand zur Erledigung &#252;berwiesen. Was ein Forum ist und was es eben nicht ist regelt eindeutig das &lt;a href=&quot;http://www.meinespd.net/media/downloads/SPD-Statut-2009.pdf&quot;&gt;Organisationsstatut der SPD&lt;/a&gt;: &#167; 10 (2) &quot;Von den Vorst&#228;nden der Partei k&#246;nnen [...] Foren, in denen auch Nichtmitglieder mitarbeiten k&#246;nnen, eingerichtet werden. [...] Foren steht das Antrags- und Rederecht f&#252;r den Parteitag auf der jeweiligen Ebene zu.&quot;&lt;/p&gt;



&lt;p&gt;Der Parteivorstand will, so kann man der &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,672277,00.html&quot;&gt;morgigen SPIEGEL-Ausgabe&lt;/a&gt; entnehmen, laut Bj&#246;rn B&#246;hning nun aber einen „Gespr&#228;chskreis Netzpolitik“ einrichten. Also etwas ganz anderes: Hier soll sich wieder nur ein erlauchter Experten-Kreis von, so erweckt es ganz den Eindruck, von „Vorstands Gnaden“ treffen.&lt;/p&gt;



&lt;p&gt;Also wird genau das wiederholt, was schon beim damaligen Online-Beirat nicht funktioniert hat: Kein Antrags- und nur dann Mitspracherecht, wenn es tagespolitisch gerade ins Bild passt. Wie wichtig Parteivorstand und Fraktion den Onlinebeirat genommen haben, als es um das uns&#228;gliche Zugangserschwerungsgesetz ging, wissen wir alle nur zu gut. Am Ende blieb dem Beirat, um nicht selber unglaubw&#252;rdig zu werden, nichts anderes &#252;brig als &lt;a href=&quot;http://www.netzpolitik.org/2009/online-beirat-der-spd-gegen-zensurgesetz/&quot;&gt;die Arbeit einzustellen und die Segel zu streichen&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;



&lt;p&gt;Bj&#246;rn tr&#246;stest zwar auf Kritik hin damit, dass &lt;a href=&quot;http://www.bjoern-boehning.de/2010/01/17/sozialdemokratische-netzpolitik-gemeinsam-gestalten/&quot;&gt;„dieser Gespr&#228;chskreis sehr offen angelegt sein“&lt;/a&gt; soll &amp;ndash; aber, hey, dass war der Online-Beirat angeblich auch. H&#228;tte mein &lt;a href=&quot;http://www.spd-oststadt-zoo.de/&quot;&gt;damaliger Ortsverein&lt;/a&gt; eine Reunion des Onlinebeirats mit einem etwas gr&#246;&#223;eren Personenkreis und l&#228;ngeren Namen gewollt: Wir h&#228;tten uns nicht die M&#252;he gemacht daf&#252;r eigens einen Antrag nach Dresden zu schicken. Entschuldigung, aber so, wie das gerade l&#228;uft, macht der Parteivorstand zwei Schritte vor und gleich wieder zwei zur&#252;ck mit der, in Dresden vielfach beschworenen, Basisbeteiligung.&lt;/p&gt;



&lt;p&gt;Warum soll ausgerechnet in der Netzpolitik das nicht funktionieren, was beispielsweise das &lt;a href=&quot;http://www.kulturforen.de/&quot;&gt;Kulturforum der Sozialdemokratie&lt;/a&gt; seit bald drei Jahrzehnten erfolgreich vormacht?&lt;/p&gt;



&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.bjoern-boehning.de/2010/01/17/sozialdemokratische-netzpolitik-gemeinsam-gestalten/&quot;&gt;Der Verweis&lt;/a&gt; darauf, dass es „f&#252;r die Au&#223;enwahrnehmung unserer Aktivit&#228;ten allerdings auch wichtig [sei], dass es 'offizielle' Kan&#228;le gibt, die im Name von Fraktion oder Parteivorstand f&#252;r die Netzpolitik sprechen“ ist ein schwaches Argument: Erstens gibt es diese Kan&#228;le bereits &amp;ndash; sonst k&#246;nnte ja niemand in der SPD zum Thema etwas offiziell verlautbaren. Und, zweitens, warum bekommen dann die Kultur-, &lt;a href=&quot;http://www.forumbildung.spd.de/&quot;&gt;Bildungs-&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://www.forumfamilie.spd.de/&quot;&gt;Familien-&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://www.forumsport.spd.de/&quot;&gt;Sport-&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://ww.forumwirtschaft.spd.de/&quot;&gt;Wirtschafts&lt;/a&gt;- und &lt;a href=&quot;http://www.wissenschaftsforen.de/&quot;&gt;Wissenschaftspolitiker&lt;/a&gt; in SPD einen Arbeitskreis bzw. Forum hin und, ausgerechnet, nur wir Netzpolitiker nicht?&lt;/p&gt;



&lt;p&gt;Richtet meinetwegen diesen Parteivorstands-Gespr&#228;chskreis zur Netzpolitik ein. Aber dann als Erg&#228;nzung und nicht als Ersatz f&#252;r basisdemokratisch organisiertes Forum. Meine Meinung. Ich kann mich jedenfalls &lt;a href=&quot;http://www.vorwaerts.de/blogs/netzpolitik-zur-inhaltlichen-profilierung-und-nicht-zur-selbstprofilierung-nutzen&quot;&gt;Karsten Wenzlaff Auffassung betreffend des Onlinebeirats&lt;/a&gt; nur anschlie&#223;en: „Er war, zumindest war das mein Eindruck, mehr oder weniger eine Alibi-Veranstaltung.“ Und mein pers&#246;nlicher Eindruck bleibt, Bj&#246;rns heutiger Erkl&#228;rung zum Trotz, das sich mit einem unverbindlichen „Gespr&#228;chskreis“ daran nicht viel &#228;ndern wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong &gt;[UPDATE]:&lt;/strong&gt; Da habe ich doch glatt das bundesweite &lt;a href=&quot;http://www.facebook.com/event.php?eid=280246649133&quot;&gt;netzpolitische Basistreffen der SPD&lt;/a&gt; unterschlagen, dass anl&#228;sslich der Diskussion um die Forumsgr&#252;ndung am 19. M&#228;rz 2010 in Berlin stattfindet.&lt;/p&gt; -->
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    <title type="html">Der Fall Apple iPhone zeigt: Netzneutralit&#228;t muss gesichert werden</title>
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    <updated>2009-11-06T13:28:13.82</updated>
    <published>2009-11-06T13:28:13.617</published>
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      Wie wichtige freie Netze sind, l&#228;sst sich am besten anhand des deutschen Energiemarkts aufzeigen: Dort sorgen die Gebietsmonopolisten f&#252;r einen ebenso wettbewerbs- wie verbraucherfeindlichen Markt. Dies darf sich bei den Datennetzen nicht wiederholen! Der Fall Apple iPhone zeigt allerdings, wie gef&#228;hrdet die neutrale Daten&#252;bermittlung schon heute ist. 
    </content>
    <!-- &lt;p&gt;&lt;span class=&quot;g&quot;&gt;S&lt;/span&gt;eit dem Regierungswechsel in den USA hat &lt;a href=&quot;http://lumma.de/2009/10/28/so-kann-das-netz-ohne-netzneutralitat-aussehen/&quot;&gt;Netzneutralit&#228;t&lt;/a&gt; wieder eine &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/netze/meldung/Netzneutralitaet-ein-heisses-Eisen-fuer-US-Regulierer-828435.html&quot;&gt;zunehmend starke Lobby&lt;/a&gt;. Das ist zun&#228;chst erst einmal eine gute Nachricht. Die Amerikaner um Obama haben offenbar erkannt, dass offene Netze und neutrale Daten&#252;bermittlung ein wichtiges Gut f&#252;r freien Wettbewerb und unabh&#228;ngige Medien sind. In der Konsequenz hei&#223;t dies aus &lt;a href=&quot;http://www.openinternet.gov/read-speech.html&quot;&gt;Sicht der FCC&lt;/a&gt;, der US-Regulierer, mittels unmittelbarer Eingriffe in den Markt direkt nachzuhelfen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch das deutsche Pandon zur FCC, die Bundesnetzagentur, hat sich daran angeschlossen und fordert deshalb &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/netze/meldung/Eco-Kongress-Bundesnetzagentur-bekennt-sich-zu-Netzneutralitaet-798129.html&quot;&gt;eine intensive Debatte in Sachen Netzneutralit&#228;t&lt;/a&gt;. Allerdings muss man wissen, dass die gesetzliche Grundlage der FCC weit mehr Kompetenzen beinhaltet, als die der Bundesnetzagentur. Die US-Regulierer k&#246;nnen deshalb direkt durchgreifen, wenn sie Unheil f&#252;r den freien Markt kommen sehen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jetzt die schlechte Nachricht: CDU, CSU und FDP konnten sich in ihren Koalitionsverhandlungen nicht dazu durchringen die Netzneutralit&#228;t gesetzlich zu sichern und damit der Bundesnetzagentur gr&#246;&#223;ere Handlungsspielr&#228;ume zu geben. Stattdessen findet sich dieses halbherzig formulierte Statement im schwarz-gelben Koalitionsvertrag: &lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Wir vertrauen darauf, dass der bestehende Wettbewerb die neutrale Daten&#252;bermittlung im Internet und anderen neuen Medien (Netzneutralit&#228;t) sicherstellt, werden die Entwicklung aber sorgf&#228;ltig beobachten und n&#246;tigenfalls mit dem Ziel der Wahrung der Netzneutralit&#228;t gegensteuern. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;small&gt;Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und FDP; Seite 101 (&lt;a href=&quot;http://cdu.de/doc/pdfc/091026-koalitionsvertrag-cducsu-fdp.pdf&quot;&gt;PDF&lt;/a&gt;)&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Der Markt soll also einmal mehr sich selbst &#252;berlassen werden. Dass das keine gute Idee ist, zeigt der aktuelle Fall Apple iPhone: Bei dem Ger&#228;t handelt es sich, neben einem Telefon, in erster Linie, um ein Ger&#228;t f&#252;r mobilen Datenzugriff. Jetzt sollte meinen, dass analog zum UMTS-USB-Stick oder jedem anderen Daten-Handy auch ein Zugriff f&#252;rs Notebook m&#246;glich w&#228;re &amp;ndash; Pustekuchen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;T-Mobile und Apple brachten stattdessen eigens Update der Ger&#228;tesoftware im Umlauf, das die vorhandene M&#246;glichkeit mobil dem Laptop ins Netz zu gehen, verhindert: Wer das jetzt will, wird extra zur Kasse gebeten. iPhone Tethering hei&#223;t die Cash-Cow &amp;ndash; die die zus&#228;tzlichen Einnahmen bescheren soll. Dabei ist es sowohl f&#252;r das Gesch&#228;ftsmodell von Apple als auch von T-Mobile v&#246;llig unerheblich, ob nun die &#252;bermittelten Daten direkt auf dem iPhone landen oder auf Wunsch des Verbrauchers auf das Notebook weitergeleitet werden. Ein gutes Beispiel daf&#252;r, wichtig die Netzneutralit&#228;t aus Sicht des Verbraucherschutzes ist.  &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&#252;r den kommenden SPD-Bundesparteitag habe ich deswegen den folgenden Antrag formuliert: &lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;h2&gt;Antrag: Erhalt und Sicherung der Netzneutralit&#228;t&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ein Grundpfeiler des Internets ist die sogenannte Netzneutralit&#228;t: Sie gew&#228;hrleistet allen Nutzern und Anbietern die neutrale und gleichberechtigte Weiterleitung von Informationen durch fremde Teilnetze ohne R&#252;cksicht auf Absender, Empf&#228;nger oder Inhalt der Daten. Damit erschwert sie Markt- und Meinungsmonopole im Internet und senkt die Marktzutrittsbarrieren f&#252;r neue Anbieter. Dies erleichtert den freien Wettbewerb und senkt damit nachhaltig die Verbraucherpreise f&#252;r Telekommunikationsdienstleistungen. F&#252;r die SPD steht deshalb fest: Die Netzneutralit&#228;t muss unbedingt gesch&#252;tzt werden! Das Internet darf nicht einigen wenigen Gro&#223;konzern geh&#246;ren, die derzeit auf europ&#228;ischer Ebene im Rahmen der neuen Telekommunikationsgesetzgebung gegen den Neutralit&#228;tsgrundsatz massiv Lobbying betreiben! Die SPD setzt sich deshalb aktiv auf nationaler und internationaler Ebene f&#252;r den Erhalt und Ausbau der Neutralit&#228;t innerhalb von Telekommunikationsnetzen ein. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;small&gt;Antrag M 2; Antragsteller Ortsverein Hannover Oststadt/Zoo, Bezirk Hannover; Seite 136, &lt;a href=&quot;
http://www.spd.de/de/pdf/pt-beschluessse/091021_Antragsbuch_BPT_2009.pdf&quot;&gt;Antragsbuch (PDF)&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Zustimmung dazu hat bereits, wie auch schon zum &lt;a href=&quot;/Blog/Forum-Netzpolitik-SPD-Antrag&quot;&gt;Antrag zur Einrichtung des Forums&lt;/a&gt;, der Vorsitzende der Medienkommission des Parteivorstands der SPD, Marc Jan Eumann, signalisiert. Auch die Antragskommission hat meinen Vorschlag bereits zur Annahme ohne &#196;nderungen empfohlen, sodass gute Chancen bestehen hier an einer zentralen Stelle die Netzpolitik der deutschen Sozialdemokratie  programmatisch zu weiter sch&#228;rfen.&lt;/p&gt; -->
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    <title type="html">Kr&#228;fte b&#252;ndeln und gemeinsam SPD-Netzpolitik gestalten</title>
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    <updated>2009-10-28T15:33:50.633</updated>
    <published>2009-10-27T15:53:00</published>
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    <content type="html" xml:lang="de">
      In der deutschen Sozialdemokratie stecken viele kluge K&#246;pfe in Sachen Netz- und 

Internetpolitik &amp;ndash; sie m&#252;ssen jetzt aber unter einem gemeinsamen Dach zusammengebracht 

und in der Parteistruktur verankert werden.
    </content>
    <!-- &lt;p&gt;&lt;span class=&quot;g&quot;&gt;M&lt;/span&gt;ehr oder weniger zeitgleich haben sich in der SPD zwei 

Gruppen gegr&#252;ndet, die &#228;hnliches bezwecken: Die „&lt;a href=&quot;http://www.spd-internetpolitik.de/&quot;&gt;Piraten 

in der SPD&lt;/a&gt;“ sowie die „&lt;a href=&quot;http://www.spd-netzpolitik.de/&quot;&gt;Initiative Netzpolitik 

in der SPD&lt;/a&gt;“. Beiden Kreisen ist gemeinsam, dass institutionalisierte 

Bindungen in die Partei hinein jeweils noch fehlen. Dar&#252;ber hinaus haben sie viele 

Gemeinsamkeiten. Die Ziele &#228;hneln sich sehr, wenn sie nicht sogar gr&#246;&#223;tenteils deckungsgleich sind. Zudem gibt 

es diverse personelle &#220;berschneidungen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Programmatische Anregungen finden sich, unter anderem, im

&lt;a href=&quot;http://www.spd-netzpolitik.de/ergebnisse-des-treffens-in-hamburg/74/&quot;&gt;Ergebnisprotokoll 

des Hamburger Treffens&lt;/a&gt; und im

&lt;a href=&quot;http://www.spd-internetpolitik.de/2009/07/23/ludwigsburger-dialog-fur-informationsfreiheit-und-gegen-internet-sperren/&quot;&gt;

Ludwigsburger Dialog&lt;/a&gt;. Dar&#252;ber hinaus im

&lt;a href=&quot;http://www.hansjoerg-schmidt.de/mywp/2009/09/29/wie-geht-es-weiter-mit-der-netzpolitik/&quot;&gt;

Blog von Hansj&#246;rg Schmidt&lt;/a&gt; sowie bei

&lt;a href=&quot;http://rotstehtunsgut.de/2009/09/09/die-spd-muss-netzpolitik-vor-ort-betreiben-%25E2%2580%2593-nur-so-hat-sie-eine-chance/&quot;&gt;

Robin Haseler&lt;/a&gt;. Ein paar pers&#246;nliche Anmerkungen hatte ich bereits hier im

&lt;a href=&quot;/Blog/SPD-Medien-Netz-Politik-Buergerrechte&quot;&gt;Blog gemacht&lt;/a&gt;. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Fest steht jedenfalls, dass nur gemeinsames Handeln letztlich zum Ziel f&#252;hren 

wird, die Netzpolitik der Sozialdemokratie entscheidend voranzubringen. Deshalb 

hat „mein“ &lt;a href=&quot;http://www.spd-oststadt-zoo.de/&quot;&gt;Ortsverein&lt;/a&gt; den folgenden Antrag f&#252;r den kommenden

&lt;a href=&quot;http://www.spd.de/de/politik/BPT_0911/index.html&quot;&gt;Bundesparteitag&lt;/a&gt; 

eingebracht:&lt;/p&gt;

&lt;blockquote&gt;

	&lt;h2&gt;Antrag: Einrichtung eines Forums Netzpolitik&lt;/h2&gt;

	&lt;p&gt;Die Bedeutung des Internet spielt im Leben jeder B&#252;rgerin und jedes B&#252;rgers 

	eine zunehmende wichtige Rolle: Themen wie digitale Chancengleichheit, freier 

	und ungehinderter Zugang zu Informationen, Verbraucherschutz, Medienregulierung 

	sowie technologische Folgenabsch&#228;tzung kommen deshalb eine zunehmend wichtigere 

	Rolle zu.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Tiefgreifende gesellschaftliche und wachsende technologische Ver&#228;nderung 

	sind weitere Triebkr&#228;fte innerhalb dieser Entwicklung, die die SPD aktiv gestalten 

	will – daf&#252;r ist eine B&#252;ndelung von bereits vorhandenen und neuen Kompetenzen 

	aus den verschiedenen Politikfeldern notwendig. Der Parteivorstand wird deshalb 

	mit der kurzfristigen Einrichtung eines bundesweiten Forums „Netzpolitik“ beauftragt: 

	Dieses soll als zentrale Plattform f&#252;r netzpolitische Diskurse in Partei und 

	Fraktion dienen und den Know-How-Austausch zwischen den Parteigliederungen und 

	-ebenen erleichtern. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;small&gt;Antrag M 1; Antragsteller Ortsverein Hannover Oststadt/Zoo, Bezirk Hannover; Seite 136, &lt;a href=&quot;
http://www.spd.de/de/pdf/pt-beschluessse/091021_Antragsbuch_BPT_2009.pdf&quot;&gt;Antragsbuch (PDF)&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;

&lt;/blockquote&gt;

&lt;p&gt;Normalerweise h&#228;tte ich Antrag gerne vorher im Netz, wie zum Beispiel in der

&lt;a href=&quot;http://netzpolitik.mixxt.de/&quot;&gt;Mixxt-Community zur SPD-Netzpolitik&lt;/a&gt;, 

zur Diskussion gestellt. Aufgrund des nahenden Antragsschlusses bin ich allerdings 

nicht dazu gekommen. Dennoch w&#252;rde ich mich &#252;ber viele Unterst&#252;tzer unter den Delegierten 

des Parteitages und nat&#252;rlich in den Reihen der beiden Initiativen sowie 

eine weiterhin rege Diskussion im Netz freuen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Update&lt;/strong&gt;: Bin gerade darauf gesto&#223;en, dass die Medienkommission beim Parteivorstand der SPD und ihr Vorsitzender
&lt;a href=&quot;http://www.eumann.de/&quot;&gt;Marc Jan Eumann&lt;/a&gt; den Antrag &lt;a href=&quot;
http://www.eumann.de/component/content/article/55-test/432-der-nicht-alltaegliche-kommentar&quot;&gt;offiziell unterst&#252;tzen&lt;/a&gt;: &lt;a href=&quot;http://carta.info/15390/netzneutralitaet-eumann-medienpolitik-spd/&quot;&gt;„Dar&#252;ber hinaus macht sich die Medienkommission einen Vorschlag desselben Ortsvereins (SPD-Ortsverein Hannover Oststadt/Zoo, Anm. d. Verf.) zu eigen, und regt an, ein Forum Netzpolitik zu etablieren“&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt; -->
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    <title type="html">SPD nur mit klarem B&#252;rgerrechtsprofil und moderner Medienpolitik mehrheitsf&#228;hig</title>
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    <id>http://jw.is/Blog/SPD-Medien-Netz-Politik-Buergerrechte</id>
    <updated>2009-10-28T14:14:14.02</updated>
    <published>2009-10-26T16:32:00</published>
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      <name>Admin</name>
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    <content type="html" xml:lang="de">
      Es sind nicht nur Hartz IV und die damit verbundenen Sozialreformen, die das 

Wahldebakel der deutschen Sozialdemokratie erkl&#228;ren: Nein, auch das Profil als liberale 

B&#252;rgerrechtsvertretung ist der Partei &#252;ber die Jahre hinweg abhanden gekommen &amp;ndash; und 

damit eine der vielen Ursachen, warum nur so wenig W&#228;hler mobilisiert wurden. Dabei 

k&#246;nnte die SPD relativ einfach dieses Politikfeld wieder besetzen.
    </content>
    <!-- &lt;p&gt;&lt;span class=&quot;g&quot;&gt;B&lt;/span&gt;ei der diesj&#228;hrigen Bundestagswahl haben bei der FDP 

mehr 25- bis 34-j&#228;hrige W&#228;hlerinnen und W&#228;hler ihr Kreuz als bei unserer Partei 

gemacht. Diese erschreckende Erkenntnis kann man jetzt damit erkl&#228;ren, dass diese 

Altersgruppe f&#252;r ihr hoch-volatiles Wahlverhalten schon aus vorangegangen Wahlen 

ber&#252;chtigt ist – diese Erkl&#228;rung k&#246;nnte aber wom&#246;glich zu kurz greifen. Fest steht: 

Die Partei hat ohne Zweifel ein Problem mit den Jungw&#228;hlern. Das Abstimmungsverhalten 

korreliert daher in hohem Ma&#223;e mit dem Alter der W&#228;hler: Je &#228;lter diese waren, desto 

besser war die Mobilisierung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;F&#252;r die „Generation Praktikum“ geh&#246;rt die Partei l&#228;ngst zum alten Eisen, hei&#223;t 

also der bittere Umkehrschluss. Wir sind „uncool“ geworden, ob wir es nun wollen 

oder nicht. Eine Erkl&#228;rung k&#246;nnte in der Lebenswirklichkeit der kommenden Generation 

liegen, die „irgendwas mit Medien“ machen will und FDP, Gr&#252;ne oder gar Piraten w&#228;hlt. 

Warum spricht die SPD aber nun besonders im Medienbereich und bei den netz-affinen 

Jungw&#228;hlern nur so wenige an? In der Alltagsrealit&#228;t und Berufswelt dieser W&#228;hlergruppe 

liegen doch die klassischen links-liberalen Gewinnerthemen nur so auf der Stra&#223;e.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Die Themen liegen auf der Stra&#223;e&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Da w&#228;re, zum Beispiel, die Besch&#228;ftigungspolitik: Ein Gro&#223;teil der Medien- und 

Kulturbereich T&#228;tigen leidet massiv unter prek&#228;ren Besch&#228;ftigungsverh&#228;ltnissen, 

&#220;bergangsjobs, Leiharbeit sowie an Mini-Selbstst&#228;ndigkeit knapp am Existenzminimum. 

Oder wie w&#228;re es mit dem Schutz von elementaren Grundrechten? Websperren, Vorratsdatenspeicherung 

sowie das BKA-Gesetz sind nur da einige brisante Schlagw&#246;rter, die f&#252;r genug Gespr&#228;chsstoff 

in der B&#252;rgerrechtsdebatte sorgen. Was ist mit der Bildungs- und Medienpolitik? 

Wie steht es beispielsweise mit Gerechtigkeit und Chancengleichheit? Sorgt nicht 

die versch&#228;rfte digitale Spaltung daf&#252;r, dass weite Teile der Bev&#246;lkerung sich, 

mangels Angebot die notwendige Medienkompetenz nicht mehr aneignen k&#246;nnen?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die traurige Erkenntnis ist: Es fehlen bis dato gr&#246;&#223;tenteils die sozialdemokratischen 

Antworten auf all diese Fragen. Der Deutschlandplan von Frank-Walter Steinmeier 

hat zwar ein wenig die Perspektive hin zu diesem Themenkomplex verschoben, eine 

umfassende programmatische Weichenstellung konnte er aber nicht leisten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Ursachen f&#252;r die fehlenden Antworten sind, unter anderem, im Altersschnitt 

nebst der verbundenen Lebensrealit&#228;t der Parteimitglieder und Mandatstr&#228;ger begr&#252;ndet. 

Viele kennen zwar die klassische Industrie-, Tarif- und Besch&#228;ftigungspolitik aus 

dem Effeff – die betriebliche Struktur in der Medienbranche sieht aber ganz anders 

aus: Klein- und Einmannbetriebe statt gro&#223;en Industriekonzernen. Gewerkschaftliche 

Bindungen sind Mangelware. Geringe Organisationsdichte aller Orten. Viele Besch&#228;ftige 

sind zudem l&#228;ngst ihr eigener Chef.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;F&#252;hrender Kopf gesucht&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ferner fehlt uns leider der f&#252;hrende Kopf, der die Antworten pr&#228;sentieren k&#246;nnte, 

nachdem J&#246;rg Tauss abhanden gekommen ist. Zwar hat die Bundespartei mit Kurt Beck 

einen medienpolitischen Sprecher, doch mit diesem verbindet man erstens zuallererst 

seine Funktion als Ministerpr&#228;sidenten. Zweitens ist er vorrangig mit 

den „gro&#223;en“ Medienthemen wie der Regulierung des Rundfunks besch&#228;ftigt. Es klafft 

also eine geh&#246;rige personelle L&#252;cke in der ersten Reihe der Partei. Diese L&#252;cke 

muss unbedingt gef&#252;llt werden! &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Allerdings ist verst&#228;ndlich, warum der Posten nicht sonderlich attraktiv wirkt: 

Medien- und Internetpolitik ist ein Politikfeld, das ebenso komplex wie unpopul&#228;r 

ist. Es l&#228;sst sich damit weder eine breite &#246;ffentliche Wirkung entfalten und noch 

alleine dadurch der Wahlkreis gewinnen. Trotzdem ist es von gr&#246;&#223;ter Wichtigkeit, 

dass dieses Politikfeld von der SPD zur&#252;ckgewonnen werden muss. F&#252;r viele Menschen 

sind Kultur und Menschen wichtiger Bestandteil ihres Alltags und sie dr&#252;cken dies 

eben auch in ihrer W&#228;hlergunst aus. Will die deutsche Sozialdemokratie wieder mehrheitsf&#228;hig 

werden, ben&#246;tigt sie eine progressive, links-liberale Kultur-, Medien- und B&#252;rgerrechtspolitik 

um w&#228;hlbar zu sein.&lt;/p&gt; -->
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